Mit Expert:innen-Interviews eröffnet das Museum für Kommunikation Frankfurt neue Perspektiven auf das Thema künstliche Intelligenz. Wir durften die Station einem technischen und konzeptionellen Update unterziehen. Mit geringem Aufwand wurde so aus einer reinen Videosammlung ein partizipatives Angebot, das Raum für vielseitige Vermittlungsformate bietet.
Kleiner Aufwand, großer Mehrwert
Gezielte Updates
Richtig umgesetzt kann ein Museum mehr sein als ein Raum zur reinen Wissensvermittlung. Gemeinsam mit dem Museum für Kommunikation haben wir eine bestehende Videostation mit gezielten Änderungen so geupdated, dass nun Kommunikation in beide Richtungen möglich ist. Besucher:innen werden aktiv, treten in Dialog und bestimmen die Ausstellungsinhalte mit. So werden Informationen nicht nur viel nachhaltiger aufgenommen, das Museum erhält gleichzeitig wertvolle Einblicke und Impulse sowie einen Rahmen für Veranstaltungsformate.
In der Neukonzeption galt es Fragen der Technologie und Interaktionsgestaltung zu beantworten, was wir aus einer Hand bieten können – ebenso wie das nötige Know-How zum Themenfeld KI. So enstand ein effizientes Paket an Aufgaben, die dennoch sowohl für Besucher:innen als auch für das Museumsteam eine völlig neue Wirkung erzeugen.
Die Station „20+1: Zwanzig und (d)eine Perspektive auf Künstliche Intelligenz” besteht aus zehn Medienstelen mit Monitoren und Handhörern, auf denen Interviews mit Expert:innen zu Zukunftsfragen der Kommunikation entdeckt werden können. Dieses Grundgerüst blieb bestehen; wir haben dem Museum aber mit den richtigen Interventionen geholfen, daraus ein partizipatives und zukunftsfähiges Konzept zu entwickeln.
Ein völlig neuer Zugang zu der Station entsteht, indem wir die Möglichkeit einer Personalisierung geschaffen haben.
Bei der gebotenen Bandbreite an Videos ist es ausschlaggebend, dass Besucher:innen sofort einen Überblick erhalten und die Themen finden, die sie besonders interessieren. Um dies zu ermöglichen, haben wir auf eine Lösung zurückgegriffen, die bereits in vorherigen Projekten zum Einsatz kam und so schnell und kosteneffizient adaptiert werden konnte.
Eine Intro-Station bietet einen Überblick über alle beteiligten Expert:innen und die Fragen, zu denen ihr Interview Antworten liefert. Darüber hinaus können Besucher:innen aber auch auswählen, über welche Aspekte sie mehr erfahren möchten. Unser System generiert daraus eine Empfehlung für die passenden Videostelen.
Über einen integrierten Bon-Drucker wird ein analoger „Laufzettel“ ausgegeben, mit dem dann die Ausstellung erkundet werden kann. So verschmelzen digitale Informationen mit haptischen Erfahrungen und einer direkten Übersetzung in den Raum.
Über QR-Codes sind außerdem die Interviews auch nach dem Besuch online verfügbar. So wird der Zettel zum Erinnerungsstück und die Vermittlung setzt sich ganz automatisch auch außerhalb des Museums fort.
Für die Inhalte der neu bespielbaren Stationen veranstaltete das Museum zwei „Ideenforen“. Insgesamt 200 interessierte Menschen traten in Austausch, um über persönliche Erfahrungen mit künstlicher Intelligenz und neue Perspektiven auf Kommunikation und Gesellschaft zu sprechen.
Die dort gesammelten Fragestellungen wurden zur Auswahl der Expert:innen für die Videointerviews herangezogen.
Inhalt und Technik
Aktuell und autark
Ein schnelllebiges Themenfeld wie KI lebt von Aktualität. Wo vormals aufgrund umständlicher Workflows selten inhaltliche Updates vorgenommen wurden, konnten wir unseren Kunden handlungsfähig machen.
Ein zentrales CMS erlaubt es den Mitarbeiter:innen des Museums, effizient und übersichtlich alle Inhalte zu verwalten, Änderungen oder Ergänzungen vorzunehmen.
Videodreh
© Museum für Kommunikation FrankfurtMit unserer Unterstützung konnte das Museum zudem auch im Bereich Content-Erstellung unabhängig werden. Was vorher nie als Option erschien, war dank unserer technischen Beratung schlussendlich ein ebenso einfacher wie entscheidener Schritt. Für die Videodrehs der neuen 20 Perspektiven reiste das Museumsteam mit dem Filmemacher Thomas Bannier quer durch Deutschland.
Mit dem richtigen Equipment kann das Team zudem auch inhouse Expert:innen-Interviews für die Medienstation filmen und aufbereiten. So können neue Themen schnellstmöglich produziert und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden – und das Museum bleibt am Puls der Zeit.
Neben dem konzeptionellen Update wurde die Station auch an den entscheidenden Stellen mit neuer Hardware ausgestattet. Die in den Stelen verbauten PCs wurden durch leistungsstarke und gleichzeitig energieeffiziente Rechner ersetzt und mit einem neu aufgesetzten Server verbunden.
Als Arbeitstool für das Museumsteam wurde ein übersichtliches CMS angeschlossen, in dem alle Inhalte zentral verwaltet werden. Dank unseres standardisierten Stacks an Software-Tools kann unser Team auch innerhalb eines begrenzten Budgets auf unsere Kunden zugeschnittene Lösungen umsetzen.
Als finale Phase unseres Leistungspakets waren wir vor Ort, um alle technischen und baulichen Maßnahmen aus einer Hand zu realisieren bzw. die beteiligten Gewerke seitens des Museums zu koordinieren. Unser Kunde erhielt so eine betriebsbereite und auf Herz und Nieren getestete Vermittlungsstation, die Besucher:innen glaubhaft die Zukunft der Kommunikation näherbringen wird.
Einbau und Technik-Tests im Museum
© MESOVerwandte Projekte
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